Kohlenhydrate kommen in Getreide und Pflanzen vor und sind energiehaltige Nahrungsbestandteile, die aus Zuckermolekülen aufgebaut sind (Einfachzucker wie z.B. Glukose, Zweifachzucker, z.B. Laktose, Mehrfachzucker, z.B. Ballaststoffe).
Für die Hundeernährung spielen Kohlenhydrate eine wichtige Rolle. Bei einer kohlenhydratarmen Ernährung kann es beim Hund zu einer Unterzuckerung kommen. Für den Hund sind Kohlenhydrate nach den Fetten die zweitwichtigste Energiequelle. Für eine bessere Verwertbarkeit im Organismus ist es wichtig, Kohlenhydrate vor der Fütterung zu zerkleinern und zu garen.
Bei der Katzenernährung sind Kohlenhydrate weniger von Bedeutung. Kohlenhydrate pflanzlichen Ursprungs sind für die Katze nur schwer verdaubar. In kleineren Mengen sind sie jedoch als Ballaststoffe wichtig für eine geregelte Verdauung.
Kohlenhydrate werden im Organismus in der Leber als Glykogen (Mehrfachzucker) gespeichert. Bei einer größeren Zufuhr an Kohlenhydraten werden diese als Energiereserve in Fett umgewandelt und gespeichert.
Fette sind nicht nur wichtige Energielieferanten, sondern sorgen für gesunde Zellen und ein gut funktionierendes Immunsystem. Fette sind wichtig für starke Nerven, gesunde Haut und ein glänzendes Haarkleid. Zudem sind Fettsäuren an der Gallensaftproduktion beteiligt. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K benötigen Fett, um vom Organismus aufgenommen zu werden. Ungesättigte Fettsäuren haben im Organismus eine entzündungshemmende Wirkung.
Bei Hunden und Katzen zeigt sich ein Mangel an ungesättigten Fettsäuren gerne durch Allergien, die sich z.B. durch häufiges Hautjucken, kahle Stellen am Bauch, Nervosität oder Leistungsabfall zeigen. Ein Mangel kann durch fettarmes Trockenfutter entstehen oder durch zu langes oder unsachgemäßes Lagern von Trockenfutter. Fett wird nach Anbruch des Futters schnell ranzig und damit wertlos. Auch Pflanzenöle sind nach Anbruch lichtgeschützt nur noch zirka 3 Monate haltbar.
Für die Katze sind Fette von größter Bedeutung. Besonders wichtig ist die essentielle Fettsäure Arachidonsäure, die der Organismus der Katze im Gegensatz zum Organismus des Hundes nicht selbst herstellen kann. Arachidonsäure kommt in tierischen Produkten wie z.B. in Thunfisch vor. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung sollte für Abwechslung bei den Fetten gesorgt werden. Lebertran sollte nicht zu häufig gereicht werden, da es langfristig zu einer Vitamin-A-Vergiftung bei Katzen führen kann. Hochwertige Fette enthalten besonders viele ungesättigte Fettsäuren. Diese finden sich z.B. in Fischölen, Geflügelfett sowie Maiskeimöl. Je flüssiger das Fett, desto höher ist der Anteil an den wertvollen ungesättigten Fettsäuren.
Fette sind für den Hund ein wichtiger Energielieferant. Füttert man den Hund roh, nimmt der Hund durch das Fleisch vermehrt Omega-6-Fettsäuren auf, daher ist es wichtig ihn dann mit Omega-3-Fettsäuren zusätzlich zu versorgen. Diese finden sich vor allen in Lachs- und Dorschöl, Lebertran, Lein-, Raps-, Hanf- und Walnussöl. Hierbei sollte man darauf achten, dass es sich um kaltgepresste Öle handelt, da sonst durch die Erhitzung bei der Herstellung wertvolle Fettsäuren oxidieren und unbrauchbar werden.
Bekommt der Organismus mehr Fette zugeführt als er verwerten kann, kommt es in erster Linie zu Übergewicht. Übersteigt die Fettzufuhr kurzfristig die Verdauungskapazität kann es zu Durchfall kommen und im schlimmsten Fall zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse.
Eiweiße (Proteine) setzen sich zusammen aus Aminosäuren und haben viele wichtige Funktionen im Körper. Sie sind Strukturträger für Haare, Haut, Sehnen, Knorpel, Muskel, Enzyme, Hormone, roter Blutfarbstoff, Antikörper im Immunsystem und vieles mehr.
Einige Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen. Andere, die sogenannten essentielle Aminosäuren müssen mit der Nahrung zugeführt werden, da der Organismus diese nicht selbst herstellen kann. Bei der Hunde- und Katzenernährung spielt nicht nur die regelmäßige Zufuhr von Aminosäuren eine Rolle, sondern auch die Qualität und die Zusammensetzung. Ein Qualitätsfaktor ist die Verwertbarkeit in ihrer Verdaulichkeit. Knochen haben z. B. nur 33% verwertbare Proteine, wogegen frisches Fleisch 98% verwertbare Proteine enthält.
Katzen brauchen eine besonders eiweißreiche Ernährung. Ihr Eiweißbedarf ist höher als bei Hunden. Vor allem tierisches Eiweiß ist wichtig, denn dieses enthält Aminosäuren, die ihr Organismus nicht selbst bilden kann. Taurin und Arginin gehören zu den unentbehrlichen Aminosäuren, die die Katze in großen Mengen mit der Nahrung aufnehmen muss. Arginin unterstützt die Leber bei ihrer Entgiftungstätigkeit; Taurin ist für die Sehfähigkeit der Augen von großer Bedeutung. Je hochwertiger das Eiweiß im Futter, desto geringer die Futtermenge. Der Stoffwechsel wird durch den Abbau von hochwertigem Eiweiß weniger belastet.
Der Hund verwertet auch hochwertiges pflanzliches Eiweiß. Der Eiweißbedarf des erwachsenen Hundes ist niedriger, als für ein im Wachstum befindlicher Hund. Auch hier gilt: Je hochwertiger das Eiweiß im Futter, desto geringer die Futtermenge.
Aminosäuren können nicht vom Körper gespeichert werden. Überschüssige Aminosäuren werden zu Glykogen oder Fett umgebaut. In Notzeiten kann der Organismus nach dem Verbrauch der Fettreserven körpereigenes Protein abbauen und als Energie nutzen.