Für viele Anleger ist die Sicherheit einer langfristigen Anlageform wesentlich wichtiger als die mögliche Ablaufrendite. Dies ist besonders dann wichtig, wenn das angesparte Geld der eigenen Altersvorsorge dienen soll.
Durch die Öffnung und Harmonisierung der europäischen Versicherungsmärkte können deutsche Anleger auch seit Mitte der 90er Jahre Ihre Altersvorsorge bei britischen Lebensversicherungsgesellschaften bilden. Standard Life war die erste britische Lebensversicherung, die mit speziell für den deutschen Versicherungskunden konzipierten Produkten an den Markt gegangen ist.
Zwischenzeitlich sind viele weitere Unternehmen gefolgt. So bieten derzeit fast alle Unternehmen von der Basisrente, über die Riester Rente bis hin zu privaten Rentenversicherung alle Möglichkeiten des 3-Schichtenmodells an. Aktuell sind folgende Gesellschaften in Deutschland aktiv: Clerical Medical, Friends Provident, Legal & General, MGM International, Prudential International, Royal London.
Doch in Zeiten der internationalen Finanzkrise sorgen sich viele Anleger um die Sicherheit Ihrer Ersparnisse. Da ist es gut zu wissen, dass es auch in Großbritannien einen Insolvenzschutz für angeschlagene Versicherungsunternehmen gibt. Zwar ist bisher noch kein britisches Versicherungsunternehmen in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, doch für den Anleger ist die Absicherung im Ernstfall sehr beruhigend.
Ähnlich wie der deutsche Versicherungssicherungsfonds „Protektor“ der 2002 durch die Versicherungswirtschaft gegründet wurde, gibt es in Großbritannien seit 2001 das FSCS (Financial Services Compensation Scheme). Sollte ein britisches Lebensversicherungsunternehmen in finanzielle Schwierigkeiten kommen und von einer Insolvenz bedroht werden, so greift die FSCS ein. Das Hauptziel der FSCS ist die Aufrechterhaltung des Versicherungsbestandes. Hierzu wird zuerst am Markt nach einem Käufer für das angeschlagene Versicherungsunternehmen gesucht.
Misslingt der Verkauf und ist die Insolvenz nicht abzuwenden, so können alle Anleger dieser Gesellschaft eine Entschädigungsleistung bei der FSCS beantragen. Demnach sind die ersten 2.000 Pfund bis zu 100% absichert. Die weiteren Vermögenswerte sind dann zu 90% geschützt.
Für deutsche Anleger ist jedoch wichtig, dass die Versicherungspolice nach britischem Recht ausgestellt wurde oder wird. Deshalb ist es immer empfehlenswert, wenn sich ein Versicherungsnehmer vor Abschluss eines Vertrages den Schutz durch die FSCS schriftlich bestätigen lässt.