Ein Paradies für Verschnupfte

Wer in Teneriffa Urlaub machen will, hat gewiss seine handfesten Gründe. Gerade wenn man aus dem kalten Nord- und Mitteleuropa kommt. Hier auf den Kanarischen Inseln ist man geografisch schon längst in Afrika, das Klima aber längst nicht so heiß, wie in den Wüsten und den Hochebenen auf dem afrikanischen Festland. Aufgrund seiner Nähe zum Wendekreis des Krebses zwischen dem 27. und 29. Breitengrad, hat man hier das ganze Jahr über angenehme Temperaturen. Das liegt an dem gleichbleibend kühlen „Kanarenstrom“, der ein Teil des Golfstromes ist und die Temperaturen hier gut ausgleicht. Wer schon mal in Teneriffa gebadet hat, weiß wovon die Rede ist. Wenn man sich vom heißen Strand in die Fluten des Atlantik stürzen will, gibt es dort kein warmes Plantsch-Wasser wie im südlichen Mittelmeer im Hochsommer, es fühlt sich eher an wie an den Stränden von Biarritz an der französischen Atlantikküste oder an der deutschen Nordsee.

Auch die hier vorherrschenden Passatwinde halten die heißen Luftmassen aus der nahen marokkanischen und mauretanischen Sahara fern. Das bedeutet, man hat hier immer Frühling, denn in den Küstenregionen liegen die Durchschnittstemperaturen im Sommer kaum über 25 °C und im Winter kaum unter 17 °C. Nur manchmal gibt es eine Wetterlage, die man auf den Kanaren „Calima“ nennt, dann bringt ein starker Ostwind, trockene, warme afrikanischen Luft herüber und mit ihr feinen Saharastaub. Dann gibt es auch hier schon mal Spitzentemperaturen um die 40 °C. Touristen und Neugierige, die sich rund um alle Teneriffa-Themen informieren wollen, ihr Wissen weitergeben möchten oder auch ihre Fragen loswerden wollen, haben mit dem “Forum Teneriffa“ eine gut frequentierte Plattform für einen intensiven Austausch. Da gibt es viele Geschichten und Eindrücke, Bilder und Tipps, Ferienhäuser und allerlei reizvolle Angebote, mit denen man sich den Urlaub so angenehm wie möglich machen kann. Was will man mehr?

Was ist Spanien?

Für Millionen Deutsche bedeutet Reisen Spanien. Für sie ist Reisen Urlaub und Urlaub ist Spanien. Und das wiederum ist gleichbedeutend mit Meer, Erholung, Party und Sonnenbrand. Aber wer kennt das Spanien, das sich jenseits der Pyrenäen zwischen Portugal und Frankreich so breit macht, dass Mittelmeer und Atlantik gleichermaßen Spaß an seinen Ufern haben. Nicht erst seit Hape Kerkelings Bestseller, „Ich bin dann mal weg“, kennen viele den Jakobsweg, der im Norden Spaniens, in Santiago de Compostela seine finale Station hat. Auch Andalusien und die Costa del Sol sind begehrte Reiseziele aber die große Masse der Deutschen will Mallorca Reisen und will Kanaren Reisen. All das ist weit weg vom spanischen Festland und hat nur peripher etwas mit der spanischen Inlands-Kultur zu tun.

Wer in den spanischen Großstädten mal in dessen vitale moderne Musikszene eintauchen durfte, wer Stierkämpfe und auch die Flamenco – Kunst bestaunen durfte, wer des Nachts durch das hell erleuchtete Madrid und seinen phantastischen Bars und Kneipen gezogen ist, der bekommt ein Gefühl dafür, wie der Spanier „tickt“. Wer als Besucher des Landes erst das spanische Festland bereist hat und erst später das erste Mal auf die kanarischen Inseln fliegt, zum Beispiel nach La Palma, der wird erst mal irritiert sein. Gewiss spricht man hier auch Spanisch, aber wer dann mal in die erste Kneipe geht und nur Salsa Musik hört, denkt sich noch „na, der Wirt steht halt auf Salsa“. Aber in der nächsten und übernächsten Kneipe passiert dasselbe. Egal ob Stadt oder Land. Das ist kein Zufall. Hier gibt es kein Flamenco.

Hier ist Salsa die Folkore. Die vor Generationen nach Südamerika ausgewanderten Bewohner der Kanaren sind in großen Scharen wieder in ihre ursprüngliche Heimat zurückgekehrt und haben diese Musik mitgebracht. Das ist natürlich keine Schande für Spanien, denn Salsa ist eine phantastisch vitale und pulsierende tanzbare Musik. Sie gehört zu den Kanaren wie die Kanaren zu Spanien gehören, aber diese Musik hat , genau wie ihre Bewohner, nicht die Strenge, nicht diese harten, disziplinierten Gesten wie sie der Flamenco vermittelt. Dies ist ein gänzlich anderes Lebensgefühl. Und wenn auf den Dörfern jährlich die großen Feste der Schutzheiligen gefeiert werden und die ganze Nacht eine Tanzkapelle nach der anderen die feiernden Nachtschwärmer unterhält – dann spielen alle nur eine Art von Musik – Salsa rauf und runter! Auch das ist Spanien