Whey-Protein oder zu deutsch auch als Molkeprotein bezeichnet, erfreut sich äußerster Beliebtheit auf dem Fitnessmarkt. Das ist auch nicht wirklich ein Wunder. Denn Whey-Protein liefert einige Eigenschaften, die andere Proteinkomponenten nicht mit sich bringen. So wird es beispielsweise sehr schnell verdaut. Studien zu Folge sind die ersten Aminosäuren nach dem Konsum von Whey-Protein bereits nach rund 30 Minuten im Blut zu finden. Nach etwa einer Stunde erreicht die Blutaminosäurenkonzentration dann seinen Höhepunkt. Wenn es also darum geht, möglichst schnell seinem Körper Eiweißbausteine zu liefern, dann ist Whey-Protein sicherlich die erste und beste Wahl. Problematisch ist nur, dass nach ungefähr drei Stunden alles wieder beim Alten ist in Sachen Aminosäurenkonzentration im Blut. Somit ist Whey zwar klasse zur kurzfristigen Lieferung von Protein, was insbesondere morgens, unmittelbar nach dem Aufstehen und am Besten noch vor dem Frühstück der Fall ist, und natürlich im direkten Anschluss an eine intensive Trainingseinheit mit Gewichten, zur langfristigen Proteinversorgung oder zum Ersetzen einer Mahlzeit eignet es sich dagegen nur bedingt. Hier sind vollständige Milchproteine oder Casein die besser Wahl. Es sei denn, man isst täglich alle drei Stunden. Dadurch wird ein Abfall des Blutaminospiegels immer rechtzeitig “abgewehrt”.
Durch die schnelle Aufnahme und Verdauung des Whey-Proteins ist es in aller Regel auch sehr magenverträglich. Es führt nur selten zu einem verstärkten Völlegefühl oder einem sichtbaren Blähbauch. Und wenn, dann ist es meist die Schuld der in Whey-Konzentrat noch vorhandenen Laktose. Wer also Probleme diesbezüglich hat, der sollte eventuell ein gut gereinigtes Whey-Protein-Isolat testen. Häufig hat sich das Problem damit schon verflüchtigt. Und obwohl das Whey-Protein nicht so schwer im Magen liegt, wirkt es doch sättigend und appetithemmend, was wohl auf eine hormonelle Reaktion von Sättigungshormonen nach dem Konsum von Whey-Protein zurückzuführen ist, welche das Sättigungszentrum im Gehirn positiv beeinflussen. Somit ist das Whey Protein also nicht nur eine qualitativ hochwertige Quelle für essentielle Aminosäuren und insbesondere BCAAs, die den Muskelaufbau zu unterstützen vermögen, sondern gleichzeitig auch ein sehr gutes Diät-Protein, da es den Drang zu essen und den Hunger scheinbar sehr effektiv reduzieren oder sogar stillen kann.
Wie dem auch sei und wie es auch eingesetzt wird, Fakt ist und bleibt, dass Whey-Protein die hochwertigste Einzelproteinquelle ist, die derzeit auf dem Markt zur Verfügung steht.